Bento Monogatari (Lunchbox Story) Kurzfilm von Pieter Dirkx


Bento Monogatari ist ein künstlerisch angehauchter Kurzfilm und die Abschlussarbeit von Pieter Dirkx, einem Belgischen Regisseur.

Der Film handelt von einem kinderlosen Ehepaar namens Frank und Yvonne. Yvonne versucht die etwas eingeschlafene Ehe wieder etwas aufzufrischen, indem sie ihren Mann mit in die bunte Welt der Japanischen Popkultur zieht. Dadurch erhofft sie sich mehr Aufmerksamkeit. Sie macht ihm sogar täglich ein Bento, welches er allerdings nicht zu schätzen weiß. Er schmeißt es immer in den Müll, bevor es irgend ein Kollege mitbekommt. Überhaupt interessiert sich Frank eher für einen jungen Kollegen aus seiner Arbeit, als für das Essen seiner Frau.

Der Film spielt sehr schön mit vielen Elementen der japanischen Popkultur zieht sie ins Bizarre und teilweise auch ins Lächerliche (z.B. als Yvonne sich die Mangabänder 15 bis 98 von einer Serie namens "Cauboi no Kokuhaku" gekauft hat. Darin geht es um Bisexuelle Cowboy-Vampire die im Weltall gegen Dinosaurier kämpfen).

Hier wird allerdings nicht nur platt auf Klischees zurück gegriffen, sondern man merkt, dass er ganz gut recherchiert wurde, denn es zeigt Details die uns (Japaninteressierte) bestimmt auch sehr bekannt vorkommen! ^^ Das sieht man vor allem in einer Szene, wo Frank Nasenbluten bekommt, nachdem er seinen Kollegen halb entkleidet vor sich sieht. Nasenbluten steht ja bildsprachlich für einen Zustand von besonderer Erregung (sexueller Natur). Es wird vor allem in Zusammenhang mit lustigen Comedy-Szenen benutzt und sollte nicht irgendwie pervers wirken oder so, sondern einfach witzig. Leute, die nicht schonmal Mangas oder einen Anime gesehen haben könnten das wahrscheinlich gar nicht deuten.

Am coolsten finde ich die Stelle, wo die Frau versucht Ichigo Daifuki nach Cooking With Dog zu machen XD

Der Film erschien mal vor einigen Jahren auf Arte und wurde sogar für Cannes nominiert, ich finde ihn ziemlich witzig! :) Er ist irgendwie bizarr und man hat tausend Fragen im Kopf, wie es bei Kunstfilmen so oft der Fall ist. Aber er hat was charmantes :)

Ich wünsche viel Spaß beim Angucken. Mich würde eure Meinung dazu interessieren! ^_^ Kannte den schon wer?



Das Japan Kochbuch von Kenichi Kusano & Tian Tang, Bilder, Geschichten, Rezepte


Als ich "Das Japan-Kochbuch" in dem Bücherregal vom Ultra Comix in Nürnberg entdeckt hatte, wusste ich genau ich musste es haben. Ich steh nämlich total auf den Illustrationsstil! :) Der Preis ist auch völlig ok. Laut amazon bekommt man das Buch für 19,95€. Ich habe das Buch direkt im Laden gekauft! :3

Das Buch ist eine Ansammlung von persönlichen Geschichten von dem Autor Kenichi Kusano, einem in Deutschland lebenden Japaner. Er erzählt dort von seiner Zeit in Japan und von all den schönen, lustigen und kuriosen Erinnerungen, die er mit den verschiedenen Japanischen Speisen verknüpft. Zusätzlich dazu gibt es dann auch immer ein Familienrezept zu den Gerichten, welche überwiegend von seiner Mutter, Tante und Großmutter stammen. Seine chinesische Frau Tian Tang ist gleichzeitig die Illustratorin und Grafikerin dieses Buches.



Das Buch ist in den 4 Jahreszeiten aufgeteilt. Typische Rezepte im Frühling wären Spargel-Lachs-Salat, Nikujaga, gefülltes Tamagoyaki, Inari-Sushi, verschiedene Donburi-Gerichte oder Erbsen-Milch-Shake.
Für den Sommer gibt es Hühnchen mit Lotuswurzelgemüse, Hiyashi-Somen, gebackene Aubergine mit Sesam-Sojasauce oder Goya-Kartoffel-Pfanne.

Im Herbst findet man sowas wie Chirashi-Sushi, Kürbis-Korokke mit Curry,  Tempura, Nabemono oder Reis mit Maronen. Und schließlich im Winter findet unter anderem man Rezepte für Reis mit roten Bohnen, Chawan-Mushi, Oden, scharfe Ramen mit Knoblauch, Silvester-Soba (Toshikoshi-Soba) oder Mitarashi Dango.

Die Rezepte sind sehr übersichtlich gehalten. Es wird immer Schritt für Schritt erklärt und es gibt immer noch zusätzliche Tipps. Z.B. wie man das Gericht noch variieren könnte.

Am Ende gibt es noch ein Glossar wo viele Zutaten wie z.B. Kanten, Daikon, Dashibrühe, Gobowurzel, Karashi etc. erklärt werden. Man bekommt Tipps wo man diese Zutaten bekomme und auch Vorschläge für Alternativen, falls man die Originalzutaten trotzdem nicht findet.


Fazit: Das Buch ist wunderschön illustriert und allein deswegen schon einen Kauf wert. Das Verhältnis ist, was fleischhaltige und vegetarische Rezepte angeht, recht gemischt. Es ist für jeden etwas dabei und man kann manchmal denke ich auch das Fleisch gegen Tofu austauschen oder komplett weglassen.

Einziges Manko: Da nicht alle Speisen illustriert sind kann man sich, vor allem als Anfänger in der japanischen Küche, nicht so viel unter den Rezepten vorstellen. Es gibt schon einige illustrierte Speisen, aber diese sind oft sehr stark vereinfacht, sodass Neulinge manchmal nicht wissen wie das Essen am Ende aussehen soll.

Aus diesem Grund würde ich das Buch nur an bereits erfahrenere Japan-Hobby-Köche empfehlen. Ich z.B. weiß halt gleich ungefähr wie die Speise in der Realität auszusehen hat und kann dann mehr mit den Beschreibungen anfangen. Die Illus haben für mich auch viel mehr Wert, weil ich alle Sachen, auch wenn sie teilweise sehr minimalistisch gehalten sind, wieder erkenne und sie verstehe.

Die Geschichten ansich sind ganz gut geschrieben. Kenichi Kusano schreibt dort vieles über die Sitten und Gebräuche in Japan, die man vorher vielleicht noch gar nicht kannte. Auch viele persönliche Erlebnisse erzählt er auf sehr charmante (irgendwie auf eine typisch japanische) Art und Weise. Der Schreibstil ist Geschmackssache. Mir war er beim Ersten Mal Durchlesen irgendwie etwas unsympathisch. Ich weiß gar nicht so genau warum, aber jetzt beim zweiten Mal, finde ich es gar nicht mehr so schlimm.

Zusammen gefasst: Wer auf schöne Illustrationen steht und schon Erfahrung in der Japansichen Küche hat kann das Buch auf jeden Fall mal ausprobieren. Für absolute Neulinge in dem Bereich ist das Buch nicht zu empfehlen. Außer man hat noch ein bebildertes Japan-Grundkochbuch dazu angeschafft. Dann kann man nämlich aus diesem Buch noch einiges zusätzliches Lernen und erfährt interessante Hintergrund-Infos.


Zur geflickten Trommel, mittelalterliche Taverne/Restaurant, Regensburg


Noch ein kleiner Regensburg-Restaurant-Tipp: Die geflickte Trommel ist eine mittelalterliche Taverne mit sehr gemütlichem Ambiente direkt in der Regensburger Innenstadt. Das Restaurant liegt etwas versteckt in einem Hinterhof  an der Gesandtenstraße 2 nicht weit vom Bücherladen Pustet entfernt. Der Raum wirkt ein wenig wie ein Gewölbe mit viel Stein, Holz und es ist immer relativ dunkel darin. Beleuchtet werden die Tische vorwiegend mit Kerzen. Es gibt aber auch noch extra-Beleuchtung an der Wand.

Die Möbel sind alle aus Holz gehalten und die Bänke sind mit Schafsfell ausgelegt. Was den besonderen Flair der Trommel ausmacht sind die Besucher, die teilweise in Gewandung kommen (authentische Mittelalterliche Kleidung). Man fühlt sich sofort in eine andere Welt hinein gezogen (auch wegen der mittelalterlich-gehaltenen Musik im Hintergrund). ^^ Natürlich ist es keine Pflicht in Gewandung zu kommen. Man wird auch ohne Gewandung herzlichst begrüßt und bedient. ;)

Die Speisekarte besteht hauptsächlich aus Flammkuchen in deftig mit Fleisch, vegetarisch und süß, aber es gibt auch viele Brotzeitplatten mit selbstbackenem Brot, Honig, Käse usw. Salate, Spätzle, Bratwurstteller und Süßspeisen gibt es auch und außerdem ist auch immer eine kleine Tageskarte dabei, die immer wieder mal wechselt.

Was besonders lecker ist sind die vielen verschiedenen Metsorten (Honigweine) und Honigbiere. Es gibt die verschiedensten Sorten: Klassich, fruchtig oder mit Gewürzen, kalt oder warm. Sie haben immer lustige Namen wie Göttertrunk, Drachenblut usw. Schmeckt sehr lecker! Es gibt auch verschiedene Saftsorten und achja: Normale Softdrinks (Limonade, Cola etc.) wird übrigens als "Zuckerwasser" bezeichnet *ggg*

Wenn man in die Trommel möchte sollte man (vor allem am Wochenende) am Besten reservieren. Ansonsten kann man dort auch kurz anrufen und fragen ob gerade Platz ist, wenn man spontan dort einkehren möchte. So haben wir es gemacht und es hat problemlos geklappt.


Wir bestellten uns einmal den Flammkuchen mit geräucherter Forelle (war ein Tagesspecial, Preis vergessen), Flammkuchen mit Ziegenkäse und Knoblauch (7,50€), Flammkuchen mit Pilzen (6,20€) und einen süßen Flammkuchen mit Äpfeln, Zimt und Rosinen 6,90€ (alle 3 auf der Standard-Karte zu finden).

Die Flammkuchen kamen relativ schnell und waren super lecker! Der Teig war sehr dünn und knusprig, weshalb eine Person so ein Ding ganz locker schafft. Einziger Kritikpunkt: Der süße Flammkuchen war aus irgend einem Grund kalt... eventuell gehört es sich so, aber besser wäre es, wenn er auch heiß gewesen wäre. Leider haben wir auch nicht nachgefragt...

Zum Nachtisch bestellte ich mir noch Joghurt-Nockerln mit Honig und Walnüssen (Special des Tages für ungefähr 4€). Ich dachte zuerst, dass es sich um kleine Teig-Joghurt-Nockerl handeln würde, aber es war richtiger, gekühlter Joghurt in Form von Nockerln. Er lag in Honig und war mit Walnüssen bestreut und sehr üppig! Die Süßspeise kam übrigens flambiert an! :D ziemlich cool! ^^

Sehr lecker, nur leider mit viel zu viel Honig (im Mittelalter wäre diese Süßspeise bestimmt total dekadent, denn Honig war bestimmt sehr teuer). Den restlichen Honig träufelten wir über unsere Flammkuchen, was auch total gut geschmeckt hat. Vor allem auf dem Flammkuchen mit Ziegenkäse.

Und ganz unten seht ihr noch ein Foto vom "Göttertrunk" (Preis leider vergessen) ein Bier, welches mit Met gemischt wurde. Sehr lecker, süßlich mit Honig-Aroma.


Fazit: Ich kann die Trommel echt empfehlen, wenn man mal ein besonderes Ambiente möchte und einen gemütlichen Platz sucht um den Abend mit Freunden zu verbringen. Unter der Woche ist es etwas ruhiger, am Wochenende ist es dort sehr laut, hektisch und meiner Meinung noch besser, was die Stimmung angeht. Man fühlt sich richtig wie in einer mittelalterlichen Gastwirtschaft. Das Essen ist meist sehr sehr lecker und durch die wechselnde Karte abwechslungsreich.

Die Qualität der Speisen variiert allerdings ein wenig.
Ich war dort schon öfters und manchmal sind die Flammkuchen etwas versalzen oder wie z.B. dieses Mal war einer kalt. Allerdings im Großen und Ganzen sind alle Speisen sehr sehr lecker und die Portionen relativ groß. Ich denke, wenns mal Probleme gibt kann man die Bedienung auch darauf ansprechen.  Besonders zu empfehlen sind die Metsorten und die Honigbiere! :)

Wenn ich mit Freunden in Regensburg bin, dann gehen wir meistens in die Trommel! ^^

War jemand von euch schon mal in der geflickten Trommel? Wie findet ihr den Laden? Schreibt mir eure Erfahrungen! :D
P.S.: Wer sich noch so für mittelalterliches Kochen/Essen interessiert:  Hier gibts einige Berichte von mir über das Kochen über offenem Feuer in einem Mittelalterlichen Lager während des Festival Mediaval in Selb.


Hostess Twinkies & andere Amerikanische Lebensmittel in Nürnberg kaufen


Neulich beim Spazierengehen in der Nürnberger Innenstadt entdeckten wir ein großes Schaufenster mit verschiedensten Schwertern (mittelalterliche Schaukampfschwerter, Fantasy-Dekoschwerter und auch japanische Übungs-Katana). Beim Weitergehen kam auf einmal ein riesiges Regal mit vielen Amerikanischen Snacks und anderen Lebensmitteln.
Ich war echt total begeistert und trat ein paar Schritte zurück um zu sehen was für ein Laden das ist. Es handelte sich dabei um den "American Store" in der Frauengasse 19, Nürnberg (gegenüber vom Sushi Glas). Kein Wunder, dass der mir nie wirklich aufgefallen ist, denn er verkauft hauptsächlich Waffen (Messer, Gaspistolen etc.), Army-Bekleidung und ähnliches. Wer kommt denn schon auf die Idee, dass er auch ein riesiges Lebensmittelregal hat voller Amerikanischer Importe?

Wie ihr wisst kann ich bei allem Neuen nie meine Finger lassen und so bin ich einfach in den Laden gegangen um mich umzusehen. Da war es mir egal, dass ich vor allem optisch überhaupt nicht in den Laden gepasst habe xD Meine anfängliche Angst war aber unbegründet, denn die Jungs in dem Laden waren wirklich sehr freundlich und nett! Neben verschiedenen Frühstücksflocken (z.B. Lucky Charms Cereals mit Marshmallow-Stücken), Pop-Tarts (das sind gefüllte Kuchen, die man einfach in den Toaster schmeißen muss), Campbell's Tomatensuppe in der Dose, besondere Hotdog-Soßen, Senf & Barbecue-Soßen und sogar "echte" gerillte Essig-Gürkchenscheiben im Glas entdeckte ich sogar einige Packungen mit Twinkies.

Twinkies sind irgendwie total gehypt, weil die meisten Leute sie aus dem Film "Zombie-Land" kennen. In dem Film macht einer der Figuren (Tallahassee) echt alles, um in der zombieverseuchten Welt an Twinkies zu kommen. Er hat wohl damit viele nichteuropäische Zuschauer sehr neugierig auf das Gebäck gemacht, dass eigentlich einfach nur ein Rührkuchen ist, der mit einer Art Marshmallow-Creme gefüllt ist. So auch mich ^^°.

Ich gebe zu 14€ für 10 kleine Küchlein auszugeben wollte ich nicht, denn all die amerikanischen Produkte im Nürnberger American Store sind sehr teuer. Liegt wohl an den Importkosten - keine Ahnung. Ich hatte allerdings Glück, denn ich entdeckt in einem kleinen Kühlschrank direkt daneben einzeln verpackte Twinkies, die "nur" 1,80€ pro Stück kosteten. Das Geld wars mir Wert dieses ach so in den Himmel gelobte Gebäck auszuprobieren.


So sieht also das gute Stück aus. Klein un recht unscheinbar für die Nicht-Kenner. Einmal die Packung aufgerissen strömt einem der vanillige Geruch von süßem Rührkuchen entgegen. Der Kuchen war soft und saftig und vor allem süß. Die Füllung war... noch süßer xD und ja, es hatte wirklich was von flüssigen Marshmallows. Eigentlich ganz lecker, wäre es nicht so unglaublich abartig süß. Ich kann verstehen, warum es in Amerika so beliebt ist (sind sie es überhaupt oder vermittelt einem der Film nur dieses Bild). Es ist so süß, dass einem während dem Essen dieses Gebäcks die ganzen Kalorien so krass bewusst werden, aber man vielleicht extra deswegen weiter isst. Aus Trotz gegenüber der inneren "ich-muss-mich-gesund-ernähren-Stimme", die gerade total am Schreien ist. Und am Ende fühlt man sich irgendwie gut, dass man dieses kleine Zuckermonstrum bewältigt hat.

Was allerdings einem zum Nachdenken geben sollte ist die Inhaltsangabe aller Zutaten. Ohne Witz, diese ganzen aufgeführten Zutaten sind in diesem kleinen Gebäck beinhaltet. Was zum Teufel? o_O Ich hab in meinem Leben noch nie so viele E's gesehen. Die Herstellung eines Twinkies erscheint mir irgendwie total komplex... was ist so schwierig an der Herstellung eines einfachen Rührkuchenteig mit Marshmallow-Füllung, damit man all diese Zusatzstoffe braucht? Ich habe irgendwie immer noch Gänsehaut... ^^°


Fazit: Wer gerne auf Zuckerschock steht ist bestens für Twinkies geeignet. Sie sind allerdings sehr teuer und meiner Meinung nach viel zu übertrieben gehypt. Ich denke man bekommt einen ähnlichen Geschmack durch den Kauf (oder des Backens) von normalem Rührkuchen unter Zugabe von fluff-Marshmallow-Aufstrich (den es ja auch in deutschen Supermärkten gibt). Geschmacklich ist das Ding nicht wirklich anders als andere Rührkuchensnacks, nur halt viel süßer. Ich persönlich muss keinen weiteren Twinkie essen ;-)

Wie ist es mit euch? Habt ihr schonmal Twinkies gegessen? Wie ist eure Meinung zu diesem Gebäck?




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