Restaurant: Momo Ramen, Hamburg


Gestern war ich mit ein paar Studienkolleginnen zum Ramen-Essen verabredet! Ausgesucht haben wir uns das Momo-Ramen, welches erst vor kurzem eröffnet hatte. Das Restaurant liegt im Stadtteil Eimsbüttel in der Margaretenstraße 58, 20357 Hamburg. Das ist nur 10 Minuten von der S-Bahnstation Sternschanze entfernt.

Von Außen ist das Restaurant sehr unscheinbar. Es gibt kein Namensschild. Lediglich eine einzelne rote Laterne zeigt an, dass es hier asiatisches Essen gibt. Das Gebäude ist anscheinend ein kleiner umgebauter Laden im Altbaustil. Es ist eng und für ein Restaurant sehr ungünstig geschnitten. Es gibt so wenig Platz, dass wartende Gäste draußen auf der Straße stehen müssen. Man darf erst rein, wenn man vom Personal hereingeholt wird.

Wir hatten uns um 18 Uhr verabredet. Als ich 5 Minuten vor 18 Uhr dort ankam, stand bereits eine riesige Menschenmenge vor dem Restaurant. Das kannte ich bis jetzt nur vom Japantag in Düsseldorf. Wenige Minuten später kam jemand von der Restaurant-Crew und bat die Wartenden immer Grüppchenweise hinein. Die Leute werden direkt zu einem Tisch geführt und bekamen dann die Speisekarte.


Es gab verschiedene Vorspeisen, wie z.B. Kimchi, Gyoza und Edamame. Die Gyoza waren selbstgemacht und haben anscheinend sehr gut geschmeckt (leider gab es keine vegetarische Option).

Ich entschied mich für die Miso Soy Ramen (12€). Das ist im Prinzip Sojamilch-Ramen mit Misopaste verfeinert. Ich hatte bis jetzt Sojamilch-Ramen nur selbstgekocht gegessen und noch nie im Restaurant probiert. Deshalb wollte ich das unbedingt mal probieren. Als Extra gönnte ich mir außerdem noch Mayu (1€). Das ist ein schwarzes Öl aus schwarzgeröstetem Knoblauch. Der herbe Geschmack passt sehr gut zu süßlichen Brühen und hebt nochmal den Geschmack der Ramensuppe. Mayu hatte ich bis jetzt auch noch in keinem Restaurant als Option gesehen.

Das Sojamilch-Ramen bestellte ich mit Ei. Ansonsten wäre das Gericht sogar vegan. Es gäbe außerdem auch noch ein veganes Tantan-Men. Das würde ich gerne das nächste mal ausprobieren! :) Ich habe extra nachgefragt und erfuhr, dass die Nudeln von Haus aus alle ohne Ei sind. Bis jetzt kannte ich Ramennudeln nur mit Ei.


Außerdem seht ihr hier einmal Spicy Miso Ramen mit Hühnchen (12€) und Tonkotsu-Ramen mit Chashu (13€).

Kommen wir zum Geschmack: Die Nudeln hatten eine sehr gute Konsistenz und der Geschmack war auch sehr gut, obwohl sie kein Ei enthielten. Ich war sehr positiv überrascht! Die Portion war auch wirklich ordentlich! Man hat also sehr lange Freude an den Nudeln und sie wurden auch nicht so schnell weich.

Die Sojamilchbrühe hatte vor allem eine starke Sesamnote und war sehr reichhaltig und dick. Leider habe ich die Misopaste nicht wirklich herausgeschmeckt. Die Brühe selbst war im Gesamten leider nicht so raffiniert, da man keine weiteren Geschmacksnuancen (wie z.B. Ingwer oder Shiitake oder eben Miso) herausschmeckte. Es hatte auch keine süßliche Sojamilch-Note. Das Mayu, welches ich mir ja als Extra bestellt hatte, war herb und in der Kombination sehr interessant. Allerdings war die Sojamilchbrühe eben nicht so süßlich, wie ich dachte, deswegen ergab es nicht diese interessante Geschmackskombination von süß und herb, was man ja mit der Zugabe von Mayu erzielen will.

Das Ei war dagegen perfekt gekocht und sehr lecker. Es war auch vorher in der typischen Sojasoßen-Mischung eingelegt. So wie es sein soll!

Die Standardtoppings bei meiner Portion bestanden aus Mais, Tomate und Avocado, Frühlingszwiebeln und Menma (getrocknete, marinierte Sojasprossen). Bis auf Tomate und Avocado waren die Toppings sehr klassisch. Die Tomate fand ich ein wenig fehl am Platz, aber seis drum. Sie hat optisch einen schönen Farbtupfer gebracht und geschmeckt hat es auch.

Ich durfte auch die Brühen der andern probieren. Die Spicy Miso Ramen war schön würzig, aber nicht zu scharf und man hat auch das Miso herausgeschmeckt. Die Tonkotsu-Ramen war sehr sämig und hat eine starke Schweinefleischnote. Die Brühe war sehr kräftig und aromatisch. Echt gut!

Außerdem habe ich noch die normalen Misoramen probiert. Da war die Brühe ebenfalls sehr hell und die Misonote eher dezent, aber insgesamt auch lecker.

Was mir allerdings erst gegen Ende aufgefallen ist: Die Brühen sind insgesamt sehr salzig gewürzt. Weshalb man mit den ersten Löffeln geschmacklich richtig geflasht ist, weil da so viel Power in nur einem Löffel drinsteckt. Je länger man isst, desto mehr merkt man (bzw. merkte ich) allerdings das Salz, was leider nicht so ideal ist. Ich habe mich am Ende nochmal durch alle Brühen probiert und fand sie im Nachhinein alle viel zu stark gesalzen. Das war etwas schade und ist mir sonst in keinem anderen Ramen-Restaurant passiert. Eventuell sind die Brühen auch auf den deutschen Gaumen angepasst worden, man mag es ja oft gerne salziger, als Asiaten. Hätte man die Brühen einen Ticken mehr "verdünnt" wäre es wirklich perfekt gewesen finde ich. Insgesamt war man wirklich bemüht authentisch zu kochen und das finde ich auf jeden Fall schonmal sehr positiv! :)


Fazit: Bei Momo Ramen findet man authentische Ramen, die echt lecker sind. Alle Gerichte sind an japanische Klassiker angelehnt und kein Fusion-Food. Die Brühen sind sehr aufwendig erstellt und anhand der typischen Extras wie Mayu merkt man, dass man sich wirklich mit Ramen auskennt. Die Portionen sind wirklich sehr üppig und leider gegen Ende einen Tick zu salzig, ansonsten wirklich sehr gut. Sehr gut finde ich auch, dass die Nudeln von Haus aus ohne Ei sind, aber trotzdem wirklich toll schmecken. Daumen hoch, dass es sogar zwei vegane Ramen-Optionen gibt!

Von den Preisen her ist das Restaurant anscheinend, was Hamburger Ramen-Verhältnisse angeht, im normalen Mittelfeld. Es ist aber in der Tat bis jetzt das teuerste Ramen-Restaurant, was ich besucht habe. Verglichen z.B. mit dem Takumi in München, wo die günstigste Portion 9,80€ und die teuerste 12,80€. Allerdings ist die Nudelportion hier auch bis jetzt die größte, die ich bis jetzt gegessen hab.

Der hauseigene Eistee basiert auf Jasmintee und hat eine säuerliche Note. Der Tee ist sehr erfrischend, da er nicht zu süß ist und leicht herb. Ich fand ihn sehr angenehm. Die Bedienung war, trotz des vollen Restaurants, sehr ruhig und zuvorkommend. Allerdings hat es schon etwas gedauert, bis man endlich etwas zu essen bekommt. Deswegen kann ich es niemandem empfehlen, der es eilig hat. Was ich etwas schade finde sind die Räumlichkeiten. Die Räume sind sehr ungünstig geschnitten und etwas eng. Auch, dass die Leute draußen warten müssen, finde ich etwas ungünstig. Reservieren ist ein Muss! Die Lichtverhältnisse waren leider auch nicht perfekt, wenn man ein gutes Foto machen will. Insgesamt war alles in einem viel zu gelben, dumpfen Licht getaucht, was die Schönheit der Nudelsuppe leider auch unter einem gelben Filter verschwinden lies und das finde ich immer sehr schade.

Momo Ramen ist das erste Ramen-Restaurant in Hamburg, was ich besucht habe. Die anderen werde ich mit der Zeit natürlich auch noch ausprobieren und berichten! :)

Update: Mittlerweile habe ich auch noch das Lesser Panda besucht! :D


War jemand von euch schon dort? Wie ist euer Eindruck? Und wie findet ihr allgemein Ramen in Hamburg?



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